04.06.2019 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Auch nach Insolvenzeröffnung läuft der Geschäftsbetrieb der Großbäckerei Eisold weiter

Die Großbäckerei Eisold ist insolvent

Zwei Filialen vor Schließung


Mit Beschluss des Amtsgerichts in Dresden ist am Freitag, den 31. Mai. 2019, plangemäß das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Fa. Eisold KG  eröffnet worden, nachdem das Gericht am  23. April 2019 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet hatte. Insolvenzverwalter Dr. Christian Heintze von der Restrukturierungs-Kanzlei BBL Bernsau Brockdorff kann den Geschäftsbetrieb der Großbäckerei mitsamt der vier Gastronomie-Betriebe auch nach der Eröffnung weiterführen.   

Nach eingehender Prüfung der Situation in den Filialbetrieben werden zwei der insgesamt 17 Filialen in Dresden geschlossen, da diese absehbar nicht kostendeckend betrieben werden können. Dabei handelt es sich um die Filialen in der Wallstraße und in der Hohe Straße. In beiden Filialen wird der Betrieb Ende August 2019 eingestellt. Alle betroffenen Mitarbeiter werden künftig in einer der weiteren Dresdner Filialen eingesetzt, die Mitarbeiter sind entsprechend informiert. Die Zukunft von zwei weiteren Filialen ist noch offen, da hier noch Verhandlungen mit den jeweiligen Vermietern über eventuelle Mietminderungen laufen.


„Niemand verliert seinen Arbeitsplatz, wir brauchen jeden einzelnen Mitarbeiter“, betont Insolvenzverwalter Heintze. In den zurückliegenden Wochen konnte die Mitarbeiterzahl sogar um sechs erhöht werden. Die Schließung der zwei Filialen ist ein erster Schritt zur Sanierung von Eisold. „Wir prüfen auch systematisch weitere  Möglichkeiten zur Optimierung des Geschäftsbetriebes.“ Unter anderem werde das im Zuge der Unternehmenskrise eingeschränkte Angebot von Dauergebäck schrittweise wieder ausgebaut.


Das Familienunternehmen Eisold mit Sitz in Radeberg bei Dresden ist eine bekannte Bäckerei und Konditorei mit insgesamt 17 Filialen in Dresden sowie vier eigenen Gastronomie-Betrieben, darunter das bekannte Café Toskana am Blauen Wunder. Der 1953 gegründete Betrieb beschäftigt aktuell insgesamt 180 Mitarbeiter.



Über BBL

BBL Bernsau Brockdorff gehört seit vielen Jahren zu den bundesweit führenden Kanzleien mit klarem Fokus auf Sondersituationen - Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz. Mit ca. 200 Mitarbeitern und  50 Anwälten ist die Kanzlei deutschlandweit an mehr als 30 Standorten  präsent, zudem gibt es ein Büro in London.  BBL steht für die  Begleitung von Restrukturierungsprojekten zur Krisenvorbeugung  und für die Beratung im Fall  existenzbedrohender Situationen ebenso wie  für die Begleitung von Insolvenzverfahren oder Insolvenzen in Eigenverwaltung. Viele der Projekte sind grenzüberschreitend, entsprechend umfassend ist auch das internationale Netzwerk der Kanzlei.


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