17.08.2022 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Dr. Kaufmann ist vorläufiger Insolvenzverwalter des Baumschulen-Betreibers BCM

45 Mitarbeiter von Insolvenz bei Baumschule Marken betroffen

Die BCM Baumschule Christoph Marken GmbH & Co. KG hat beim Amtsgericht Oldenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.


Das Amtsgericht ordnete daraufhin am 15. August 2022 die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen des Unternehmens an und bestellte Rechtsanwalt Dr. Christian Kaufmann von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

 

Grund für den Insolvenzantrag sind Liquiditätsschwierigkeiten. Diese resultieren zum einen aus einem erheblichen Umsatzrückgang, bedingt durch den kompletten Wegfall des Marktes in Russland infolge des Ukrainekrieges. Zum anderen haben die diversen Kostensteigerungen die Liquidität belastet. Der Geschäftsbetrieb mit 45 Mitarbeitern wird unterdessen uneingeschränkt fortgeführt. Besonders wichtig ist dabei, auch mit Hinblick auf die aktuell trockene und heiße Wetterlage, die Sicherstellung der Bewässerung der Pflanzen.

 

Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Kaufmann verschafft sich derzeit einen ausführlichen Überblick über die finanzielle Lage des Unternehmens. „Das erste Ziel ist die Stabilisierung des Geschäftsbetriebes. Danach suchen wir eine zukunftsfähige Lösung zum Erhalt der BCM. Alle Möglichkeiten vom Insolvenzplan bis zu einer übertragenden Sanierung werden einbezogen. Unser Ziel ist die Rettung des Unternehmens und der Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze. Ich werde dazu Gespräche mit allen Beteiligten führen.“

 

Seit 2007 ist der Namensgeber Christoph Marken auch Eigentümer der BCM Baumschule. Sie betreibt seit über 50 Jahren Baumschulen auf einer Fläche von ca. 66 Hektar im Ammerland an insgesamt vier Standorten. Außerdem werden rund 34 Hektar an Landwirtschaftsfläche mit Getreide und Mais bewirtschaftet. Besonders bekannt ist die Gruppe für ihre Bestände von Rhododendron, Laubgehölzen, Rosen und Bambus sowie Koniferen und Beerenobst. Alle Produkte können in Größen von einem bis zu 1000 Litern erworben werden.

 

Christoph Marken sagt: „Die nächsten Wochen werden für das gesamte Team eine große Herausforderung. Wir werden den Betrieb fortführen und den Verwalter bestmöglich unterstützen. Ich hoffe, dass wir eine zukunftsfähige Lösung erzielen können.“

Andere Gesellschaften der BCM- und der EPS-Gruppe sind vom Insolvenzverfahren nicht betroffen.

 


Über PLUTA:

PLUTA hilft Unternehmen in rechtlich und wirtschaftlich schwierigen Situationen. Seit der Gründung 1982 ist PLUTA stetig gewachsen und beschäftigt heute rund 500 Mitarbeiter in Deutschland, Spanien und Italien. Mehr als 290 Kaufleute, Betriebswirte, Rechtsanwälte, Wirtschaftsjuristen, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Ökonomen, Bankfachwirte, Buchhalter, Ingenieure und Fachkräfte für Insolvenzverwaltung, darunter viele mit Mehrfachqualifikationen, sorgen für praktikable, wirtschaftlich sinnvolle Lösungen. PLUTA unterstützt insbesondere bei der Sanierung und Fortführung von Unternehmen in Krisen oder Insolvenzsituationen und entsendet bei Bedarf auch Sanierungsexperten in die Organstellung. PLUTA gehört zur Spitzengruppe der Sanierungs- und Restrukturierungsgesellschaften, was Rankings und Auszeichnungen von INDat, JUVE, The Legal 500, Who’s Who Legal, brandeins und Focus belegen.

 


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