07.07.2022 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Insolventer Coburger Pflegedienst: Sozialstation Lichtblick sucht Investor

18 Mitarbeiter von Insolvenz des Pflegedienstes Lichtblick betroffen

Mit Beschluss vom 20. Juni hat das Amtsgericht Coburg dem Insolvenzantrag der Sozialstation Lichtblick GmbH stattgegeben.


Damit befindet sich der Pflegedienstleister aktuell in einem vorläufigen Insolvenzverfahren. „Unser Ziel ist es jetzt, die Optionen für das Unternehmen zu prüfen und schnellstmöglich eine Lösung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden und Gläubiger zu finden“, sagt Rechtsanwalt Dr. Nils Freudenberg von der Kanzlei Tiefenbacher Insolvenzverwaltung | Restrukturierung. Er wurde vom Gericht zum (vorläufigen) Insolvenzverwalter bestellt. Erste Hürden im Verfahren wurden bereits genommen, wie Dr. Nils Freudenberg weiter berichtet: „Der Geschäftsbetrieb läuft trotz der Herausforderungen lückenlos weiter; die Löhne und Gehälter sind durch das Insolvenzausfallgeld bis September gesichert. Auch das Team ist weiter hoch motiviert und kann sich voll und ganz auf die Hauptsache konzentrieren: die Betreuung der Patienten.

 

Ein strategischer Investor wäre die Lösung

Der Coburger Pflegedienst mit seinen 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist in eine wirtschaftliche Krisensituation geraten, die im regulären Betrieb nicht bewältigt werden konnte; das Unternehmen drohte, seinen Zahlungsverpflichtungen zuletzt nicht mehr vollumfänglich nachkommen zu können. Der eingereichte Insolvenzantrag wurde somit unumgänglich. „Wir haben sofort einen strukturierten Investorenprozess für die Sozialstation Lichtblick angestoßen. Das Ziel ist es, einen strategischen Investor zu finden, der den Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Kunden eine sichere Perspektive bietet. Wir suchen hierzu ein Unternehmen, das in der Pflegebranche etabliert und gut aufgestellt ist. Ein solcher Investor wird die strukturellen Themen des Pflegedienstleisters ohne weiteres angehen können“, sagt Simon Leopold, Geschäftsführer von ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG, der die Investorensuche mit seinem Team verantwortet. Der Unternehmensberater fährt fort: „Die Ansprache geeigneter Unternehmen hat bereits erste aussichtsreiche Rückmeldungen gebracht. In den nächsten Wochen werden wir intensiv weitersuchen und in die Gespräche gehen. Wir sind zuversichtlich, dass wir bis zum Ende des dritten Quartals einen passenden Investor gefunden haben.“ Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung - der „TÜV“ der Pflege- und Krankenkassen - hatte die Qualität der Arbeit der Sozialstation Lichtblick erst im Mai mit sehr gut bewertet.

 

Bereits vor Einleitung des Verfahrens konnte das Unternehmen auf Unterstützung bauen: So wurde der Insolvenzantrag durch Herrn Rechtsanwalt Stefan Ettelt von der Kanzlei Kulitzscher & Ettelt erarbeitet und eingereicht.

 


 

Über die Sozialstation Lichtblick GmbH

Die ambulante Pflegeeinrichtung mit 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut Menschen im Raum Coburg und Umgebung. Zu den Dienstleistungen gehören neben Haus- und Familienpflege sowie Alten- und Krankenpflege auch Beratungen zum Pflegegeld, Hilfe bei Behördengängen sowie Demenzbetreuung. Die Sozialstation Lichtblick bietet eine 24-Stunden-Rufbereitschaft und kann auf langjährige Erfahrungen und die hohe Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen. Gewachsene Partnerschaften mit Ärzten, Apotheken und Kliniken erhöhen die Qualität der Leistungen weiter. Das Team der Sozialstation Lichtblick arbeitet nach dem Grundsatz der personenbezogenen Pflege und steht für Fürsorglichkeit, Zuverlässigkeit und Wertschätzung.

 

Über die Kanzlei Tiefenbacher Insolvenzverwaltung I Restrukturierung
Tiefenbacher Rechtsanwälte betreut mit 55 Rechtsanwälten und über 130 Mitarbeitern bundesweit und international agierende, große und mittelständische Unternehmen, Banken sowie Finanzdienstleister. Im Bereich Insolvenzverwaltung I Restrukturierung sind an 16 Standorten 70 Mitarbeiter tätig, die das gesamte Portfolio der Verwalteraufgaben abdecken und bereits mehr als 5.000 Verfahren betreut haben. Seit über 40 Jahren strebt die Kanzlei Tiefenbacher eine Fortführung von schuldnerischen Unternehmen in der Insolvenz und anschließend eine übertragende Sanierung oder ein Planverfahren an – immer mit den Zielen: bestmögliche Gläubigerbefriedigung sowie Erhalt von Unternehmen und Arbeitsplätzen.

 

Über die ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG
ABG Consulting-Partner hat sich seit mehr als 20 Jahren auf die Unterstützung von Unternehmen in Krisensituationen und deren ganzheitliche Sanierung spezialisiert – außergerichtlich oder gerichtlich. Ziel ist die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und Neuausrichtung der Unternehmen für den erfolgreichen Restart am Markt. Die Leistungen reichen dabei von der strategischen Beratung über die kaufmännische Begleitung und die Entwicklung von Sanierungsplänen bis hin zur Investoren- oder Finanzierungssuche. Durch die Zugehörigkeit zum Beratungsverbund ABG-Partner mit seinen eigenständigen Gesellschaften in der Steuer- und Unternehmensberatung sowie in Marketing, Recht und Wirtschaftsprüfung kann jederzeit auf ergänzende Fachexpertise zurückgegriffen werden.

 

Über Kulitzscher & Ettelt
Die Sozietät der Rechtsanwälte Kulitzscher & Ettelt wurde 1968 gegründet und verfügt über Standorte in Dresden sowie Döbeln. In der Sozietät arbeiten derzeit sieben anwaltliche Berufsträger. Mit dem Standort Dresden hat sich die Kanzlei bundesweit auf Sanierungsprozesse spezialisiert. Die Sanierungsabteilung leitet der geschäftsführende Partner der Kanzlei, Rechtsanwalt Stefan Ettelt. Mit mehr als 228 eingeleiteten Insolvenzverfahren, der Mitwirkung in insgesamt 49 Gläubigerausschüssen und der Durchführung von mittlerweile 18 Schutzschirmverfahren sowie 45 Eigenverwaltungsverfahren ist die Kanzlei Kulitzscher & Ettelt deutschlandweit führend im Sanierungsbereich. Die Kanzlei wurde bereits im März 2015 vom Finance Magazin als eine der Top 5 Beraterkanzleien in Deutschland für ESUG-Verfahren ausgezeichnet.

 


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