01.03.2018 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

PLUTA-Sanierungsexperte Roeger ist vorläufiger Insolvenzverwalter von MICHEL Fenster

MICHEL Fenster aus Burgkunstadt muss in die Insolvenz

Das oberfränkische Unternehmen MICHEL Fenster aus Burgkunstadt hat am 26. Februar beim Amtsgericht Coburg Insolvenzantrag gestellt.


Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Gericht den Sanierungsspezialisten Peter Roeger von PLUTA.

Nach einer ersten Bestandsaufnahme hat Roeger eine wichtige Entscheidung getroffen. Der PLUTA-Anwalt sagt: „Der Geschäftsbetrieb des Fensterbauers wird vollumfänglich fortgeführt. Die Kunden können sich darauf verlassen, weiterhin beliefert zu werden.“ Nicht nur bestehende Aufträge werden weiter ausgeführt, sondern auch neue Aufträge angenommen. Auch Lieferanten können bei Neubestellungen sicher sein, ihr Geld zu erhalten.

Die knapp 60 Mitarbeiter wurden über die aktuelle Lage informiert. Die Gehälter der Beschäftigten sind für drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Grund für den Insolvenzantrag sind Liquiditätsschwierigkeiten durch Probleme beim Working Capital - insbesondere durch einen zu hohen Bestand an fertigen Erzeugnissen. Das Unternehmen hat angesichts von jahreszeitbedingten Verzögerungen beim Einbau von Fenstern deutlich weniger Einnahmen als geplant, während die Ausgaben für die Lieferanten weiter anfielen. Hinzu kommt ein hoher Preisdruck in der Branche. Der Fensterhersteller konnte diesen finanziellen Engpass nicht überbrücken, so dass der Insolvenzantrag unumgänglich war.

Die MICHEL Fenster GmbH mit Hauptsitz in Burgkunstadt und einer Niederlassung in Marktgraitz ist seit über 50 Jahren ein Hersteller von Fenstern und Türen. Das Unternehmen setzt dabei auf handwerkliche Tradition und modernste Fertigungsanlagen. MICHEL Fenster hat einen hohen Qualitätsanspruch, eigene Fachhandwerker sorgen für die qualifizierte Montage vor Ort.

Das Unternehmen und der vorläufige Insolvenzverwalter werden unterstützt von dem Unternehmensentwickler und Restrukturierungsmanager Markus Urrutia von CONSABIS aus Lohr am Main. Der Experte erklärt: „Das Unternehmen hat einen guten Umsatzmix und bietet qualitativ hochwertige Fenster und Türen. Das sind gute Voraussetzungen, um den Geschäftsbetrieb fortführen zu können. Unser Ziel ist, einen Investor zu finden, der dem Traditionsunternehmen und den Mitarbeitern eine langfristige Perspektive ermöglichen kann.“ Urrutia und PLUTA-Experte Roeger werden daher in den nächsten Tagen und Wochen Gespräche mit potenziellen Investoren führen.




Über PLUTA:
PLUTA hilft Unternehmen in rechtlich und wirtschaftlich schwierigen Situationen. Seit Gründung 1982 ist PLUTA stetig gewachsen und beschäftigt heute mehr als 400 Mitarbeiter in Deutschland, Spanien, Italien und Polen. Über 90 Juristen und 40 Kaufleute, darunter viele Rechtsanwälte und Steuerberater mit Mehrfachqualifikationen als Wirtschaftsprüfer, Diplomkaufmann oder Buchprüfer, sorgen für praktikable, wirtschaftlich sinnvolle Lösungen. PLUTA unterstützt insbesondere bei der Sanierung und Fortführung von Unternehmen in Krisen oder Insolvenzsituationen und entsendet bei Bedarf auch Sanierungsexperten in die Organstellung. PLUTA gehört zur Spitzengruppe der Sanierungs- und Restrukturierungsgesellschaften, was Rankings und Auszeichnungen von INDat, JUVE, Focus, Legal 500, Who’s Who Legal, Best Lawyers und Global Restructuring Review belegen.


Über CONSABIS – GmbH, Unternehmensentwicklung und Strukturmanagement:
CONSABIS - die Gesellschaft für Unternehmensentwicklung mit Sitz in Lohr am Main begleitet Unternehmen auf dem Weg zu einem gesteigerten Unternehmenswert oder zur Fortführung des Unternehmenswertes über den Generationswechsel. Je nach Ausgangslage kommen erprobte Vorgehensmuster zur Anwendung, sei es die Projektsteuerung bei Sanierungsverfahren inklusive Sanierungen in Eigenverwaltung, der strategischen Begleitung von Insolvenzverwaltern oder die Begleitung von Wertsteigerungsinitiativen zum Verbessern der nachhaltigen, operativen Profitabilität. CONSABIS arbeitet in enger Kooperation mit renommierten Fachberatungsgesellschaften zusammen und bezieht deren Expertise und Kapazität projektbezogen aktiv mit ein.


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