02.09.2013 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Sanierung der Beckmann Volmer-Gruppe erzielt deutliche Fortschritte

Sanierung der Beckmann Volmer-Gruppe erzielt deutliche Fortschritte

Das Amtsgericht Lingen hat das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Beckmann Volmer-Gruppe eröffnet und zugleich die Eigenverwaltung angeordnet.


Erste Maßnahmen zur Neuausrichtung des Unternehmens konnten bereits umgesetzt werden. Zudem wurde ein Investorenprozess gestartet, um einen starken Finanzpartner in das Unternehmen zu holen. Damit erzielt die Sanierung des Maschinen- und Anlagenbauers deutliche Fortschritte. Sie erfolgt auf Basis eines abgestimmten Zukunftskonzeptes in Eigenverwaltung, das die Geschäftsführung entwickelt hat und nun gemeinsam mit den Gesellschaftern Rainer Beckmann, Thomas Volmer, Bernd Volmer sowie Heiko Molitor umsetzt. Verstärkt wird die Geschäftsführung durch die Insolvenz- und Sanierungsexpertin Saskia Streicher von der Düsseldorfer Kanzlei Buchalik Brömmekamp sowie den kaufmännischen Geschäftsführer Rüdiger Siepmann. Zum Sachwalter wurde Rechtsanwalt Edgar Grönda aus Bremen, Schultze & Braun Rechtsanwaltsgesellschaft für Insolvenzverwaltung GmbH, benannt, der bereits als vorläufiger Sachwalter tätig war. Der laufende Geschäftsbetrieb wird auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens fortgeführt.

 

Das Zukunftskonzept sieht neben der Verstärkung in den Unternehmensbereichen Vertrieb, Qualität und Einkauf auch den Ausbau der Lohnfertigung in der mechanischen Metallverarbeitung vor. „Wir konnten schon erste Aufträge akquirieren. Das zeigt, dass die Kunden weiterhin hinter dem Unternehmen stehen und unseren Restrukturierungskurs unterstützen“, erklärt Geschäftsführer und Mitgründer Rainer Beckmann. Darüber hinaus will sich das Unternehmen von unprofitablen Aufträgen trennen. So wird das kommunale Geschäft der Beckmann Volmer WET aufgegeben. Die gewinnbringenden Industrieaufträge übernimmt die Beckmann Volmer GmbH & Co. KG.

 

Die Beckmann Volmer-Gruppe hatte am 27. Juni 2013 einen Insolvenzantrag gestellt. Schon damals ordnete das Amtsgericht Lingen auf Antrag des Unternehmens eine vorläufige Eigenverwaltung an, die vom vorläufigen Gläubigerausschuss einstimmig befürwortet wurde. Der anhaltende massive Rückgang im Windenergiesektor und das starke Wachstum der Gruppe haben zu der wirtschaftlichen Schieflage geführt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 300 Mitarbeiter und erzielte in 2012 einen Umsatz von ca. 55 Mio. Euro.

 


 

 

 

 

 


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