12.11.2019 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Syker Blechwaren stellt Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens

Syker Blechwaren. Sanierung im Insolvenzverfahren angestrebt

Geschäftsbetrieb wird bis auf weiteres fortgeführt


Die Syker Blechwaren GmbH hat beim zuständigen Amtsgericht in Syke einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Unternehmen ist als hochspezialisierter Zulieferer von anspruchsvollen Konstruktionen aus Edelstahl- und Aluminiumblech- für die Sondermaschinenindustrie tätig. Die Syker Blechwaren GmbH verfügt über eine eigene Schlosserei, in der die Bleche hochpräzise bearbeitet werden. Damit sind Flachmaterial - und Rohrkonstruktionen mit Toleranzen von nur 0,2mm möglich. Beliefert werden zahlreiche namhafte deutsche Kunden und seit einigen Jahren auch internationale Kunden in Österreich, Tschechien und Kroatien. Das Unternehmen wurde 1947 in Bremen gegründet und ist seit 1962 in Syke ansässig.


Hintergrund der finanziellen Schieflage sind vor allem Altlasten, deren negative Auswirkungen nicht länger ausgeglichen werden konnten. Zudem haben bestimmte strategische Entscheidungen in der Vergangenheit nicht die erhoffte Wirkung erzielt.


Zum vorläufigen Insolvenzverwalter hat das Amtsgericht den Sanierungsexperten Dr. Christian Willmer aus der Kanzlei WILLMERKÖSTER bestellt. Willmer und sein Team haben bereits die Arbeit im Unternehmen aufgenommen und die insgesamt 46 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens über den aktuellen Stand der Dinge sowie die nächsten Schritte im Insolvenzverfahren informiert. In einer ersten Stellungnahme teilte Willmer mit, dass der Geschäftsbetrieb bis aus weiteres aufrechterhalten werden kann. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bis einschließlich Januar 2020 über das Insolvenzgeld abgesichert.

 

Dr. Christian Willmer als vorläufiger Insolvenzverwalter: „Nach einer ersten Bestandsaufnahme ist festzuhalten, dass der Geschäftsbetrieb bis auf weiteres aufrechterhalten werden kann. Das ist eine gute Nachricht für die Kunden und die Mitarbeiter. Die hohe handwerkliche Kompetenz im Unternehmen, die besondere Qualität der Produkte und der branchenübergreifende internationale Kundenstamm stimmen uns zuversichtlich, tragfähige Lösungen für die Zukunft zu finden. In den kommenden Tagen und Wochen werden wir prüfen, wie die Perspektiven für die Zukunft aussehen können. Dabei stehen wir nicht unter zeitlichem Druck und Sorgfalt geht vor Schnelligkeit.“

 


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