15.08.2016 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Zwei neue Investoren für Flight Design

Insolvenzplan für insolvente Flight Design in Vorbereitung

Die Gläubigerversammlung hat einem kombinierten Angebot der Lindig Gruppe Eisenach/Deutschland und der AeroJones Taichung/Taiwan zugestimmt.


Die Lindig Gruppe wird die Flight Design im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens oder Asset Deals übernehmen. AeroJones wird im Rahmen eines Asset Deals das C4 Projekt und CT Geschäft übernehmen,  wobei die  Ersatzteilversorgung  und  der  Support  für  sämtliche Modelle sicher gestellt wird. Knut  Rebholz, Insolvenzverwalter von  Flight  Design ,  wird nach  jetzigem  Stand einen Insolvenzplan erstellen und parallel einen Asset Deal mit AeroJones vorbereiten.

Der Insolvenzplan  wird  dann  dem  Gericht  und  den  Gläubigern vorgelegt. Die Aufhebung des Insolvenzverfahrens ist für spätestens Herbst 2016 geplant. „Die Gläubiger haben mit ihrer Entscheidung für die neuen Investoren den Weg freigemacht, sowohl für  eine Weiterführung des  Kerngeschäfts  als  auch  der  Produktion und  des  Supports  der am  Markt  etablierten  Flugzeuge  und die  Fertigstellung  neuer Entwicklungen “, sagt Insolvenzverwalter Knut Rebholz.


Voraussetzung  für  den  Sanierungserfolg  war  es,  dass  es  Insolvenzverwalter Rebholz  gelang, den Geschäftsbetrieb des Unternehmens seit Antragstellung fortzuführen und dabei die notwendig en Lizenzen zu erhalten.


Ein wesentlicher Schritt dabei war es, sich mit Kunden auf einen Finanzierungsweg für die Aufträge zu einigen, die bereits vor Insolvenzantrag an Flight Design vergeben wurden. „Die Verhandlungen dafür waren unter anderem auch deshalb sehr komplex, weil die  Kunden  von  Flight  Design  weltweit  vertreten sind  und  keine  Erfahrung  mit  der deutschen  Insolvenzordnung  haben “, sagt Rebholz.


Nach dem  die  ersten  Einigungen erzielt wurden, können nach jetzigem Stand bereits Ende August/September die ersten Flugzeuge an Kunden ausgeliefert werden. Die Kunden, deren Flugzeugbestellungen zum Zeitpunkt der Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch nicht erfüllt waren,können ihre Bestellungen zu den vom Insolvenzverwalter angebotenen Konditionen noch bis zum 30.09.2016 bestätigen.


Die Geschäftsführung von Flight Design hatte Mitte Februar 2016 Insolvenzantrag gestellt,nachdem ein internationaler Kunde bis heute eine Forderung im siebenstelligen Bereich nicht beglichen hat. Dies hat im Unternehmen zu einem Liquiditätsengpass geführt. Die Geschäftsführung hattedeshalb alternative Finanzierungswege gesucht, um die  Zeit  bis  zum  Eingang  der  ausstehenden  Zahlung  zu  überbrücken.  Dies war nicht gelungen. Anfang April wurde das Insolvenzverfahren vom zuständigen Amtsgericht in Cottbus  eröffnet.


Das  Resultat  der  abzuschließenden  Verträge  wird  die  Zukunft  der Firma,  den  Support  und  die  Zulassungen  sichern  und  die  Gläubiger bekommen  eine ordentliche Quote


Bild: © crowpilot

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