13.01.2023 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

DITTER PLASTIC GmbH + Co KG saniert sich in Eigenverwaltung

Haslach: 400 Mitarbeiter von Insolvenz bei Ditter Plastic betroffen

Die anhaltende Krise in der Automobilindustrie macht die Neuaufstellung des Zulieferers erforderlich


Die DITTER PLASTIC GmbH + Co KG hat am 04. Januar 2023 beim Amtsgericht Offenburg einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. DITTER nutzt das Eigenverwaltungsverfahren als Chance, sich für die Zukunft neu aufzustellen. Das Unternehmen wird nun in den nächsten Monaten restrukturiert, um gestärkt aus dem Verfahren hervorzugehen. In der Zwischenzeit läuft der Geschäftsbetrieb unverändert weiter.


Das Unternehmen mit Stammsitz in Haslach wurde 1947 gegründet und beschäftigt aktuell über 400 Mitarbeiter. Die DITTER PLASTIC GmbH + Co KG positioniert sich seit Jahren erfolgreich in der Fertigung und Vermarktung komplexer technischer Kunststoffteile auf hohem Qualitäts- und Serviceniveau. Besonders hervorzuheben ist die Breite des angebotenen Leistungsspektrums, das Konstruktion, Werkzeugbau, Spritzguss, Oberflächenbeschichtung sowie die Baugruppenendmontage umfasst. Die Kunden sind die namhaften Lieferanten der Automobilindustrie.


Der Grund für die nun notwendige Sanierung ist die anhaltende und nicht absehbar endende Krise in der Automobilwirtschaft. Dies hat auch bei DITTER PLASTIC GmbH + Co KG zu deutlich sinkenden Umsätzen in den letzten Jahren geführt. Der belastende Preisdruck, die Halbleiterkrise i.V.m. der Dynamik der kurzfristigen Herabsetzung von Kundeneinlastungen sowie die steigenden Energie- und Materialkosten setzen das Gewerbe erheblich unter Druck.


Die DITTER PLASTIC GmbH + Co KG hat sich die Unterstützung der Sanierungsexperten von Ebner Stolz gesichert und Herrn Rechtsanwalt Jan Hendrik Groß zum Generalbevollmächtigten ernannt. Das Amtsgericht Offenburg hat den sanierungserfahrenen Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei GRUB BRUGGER Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, Stuttgart zum vorläufigen Sachwalter bestellt.


Die Geschäftsleitung bedauert, diesen Schritt gehen zu müssen, sieht aber sehr gute Chancen, das Unternehmen neu aufstellen zu können. Denn die Produktpalette ist unabhängig von der Antriebstechnik und wird auch in Zukunft benötigt.



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