02.08.2012 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Insolvenzverfahren des Automobilzulieferers NS Kunststofftechnik eröffnet

Insovlenz der NS Kunststofftechnik

Das zuständige Amtsgericht in Meiningen hat zum 1. August 2012 das Insolvenzverfahren über den Automobilzulieferer NS Kunststofftechnik Norbert Schelhorn e.K. aus Sonneberg eröffnet.


Zum Insolvenzverwalter bestellte das Gericht Rechtsanwalt Christopher Seagon, der bereits als vorläufiger Insolvenzverwalter bei NS Kunststofftechnik tätig war.


Insolvenzverwalter Christopher Seagon führt Geschäftsbetrieb des Automobilzulieferers weiter  

Seagon hatte sich nach intensiven Verhandlungen bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren mit den wesentlichen Beteiligten, darunter Kunden, Kreditinstitute und Warenlieferanten, über eine Fortführung des Geschäftsbetriebs bis in die zweite Jahreshälfte 2012 geeinigt. So hat Seagon ausreichend Zeit, um den bereits eingeleiteten Investorenprozess zielgerichtet abschließen zu können.

 

Eingeleiteter Investorenprozess verläuft nach Plan, Ziel bleibt die Übernahme durch einen Investor in der 2. Jahreshälfte

Ernsthafte Interessenten sind derzeit dabei, die Zahlen und Daten des Automobilzulieferers aus Sonneberg in Thüringen sehr genau zu prüfen. Seagon rechnet im August mit entsprechenden Angeboten zur Übernahme von NS Kunststofftechnik. „Wir liegen im Plan und ich bin zuversichtlich, dass wir mit einem neuen Investor das Unternehmen und möglichst viele Arbeitsplätze sichern können“, sagt Seagon.

 

Die Geschäftsführung der Firma NS Kunststofftechnik aus Sonneberg hatte im Mai 2012 beim zuständigen Amtsgericht Meiningen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Das Insolvenzgericht hat daraufhin Rechtsanwalt Christopher Seagon zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Seagon konnte zunächst den Geschäftsbetreib stabilisieren und so die Weiterbelieferung der Kunden sicherstellen. Dies war die erste Voraussetzung, um den Standort und möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern. Der Insolvenzverwalter ist nun dabei, einen geeigneten Investor zu finden, der das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen kann. Mit Eröffnung des Verfahrens werden die Löhne und Gehälter der Beschäftigten des Unternehmens wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb gezahlt werden und nicht mehr über das Insolvenzgeld.

 


Über NS Kunststofftechnik e.K.:

Die NS Kunststofftechnik ist Hersteller hochpräziser technischer Formteile aus thermoplastischen Kunststoffen im Ein- und Mehrkomponenten-Spritzgießverfahren mit Sitz in Sonneberg (Thüringen). Seit der Gründung im Jahr 1989 steht der inhabergeführte Betrieb für Qualität und Innovation in den Bereichen thermoplastischer Kunststoffe, Montage von technischen Baugruppen und der Veredlung von Kunststoffteilen. Als Lieferant für Automobilhersteller und namhafte Automobilzulieferer ist das Unternehmen mit einem breit gefächerten Portfolio von Produkten wie Sitzblenden, Lüfterklappen und Flaschenhalter auf dem Markt bekannt. Im letzten Geschäftsjahr (01. Juli 2010 bis 30. Juni 2011) erwirtschaftete NS Kunststofftechnik einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Über den Insolvenzverwalter:

Rechtsanwalt Christopher Seagon ist Partner der auf Unternehmenssanierungen spezialisierten Sozietät WELLENSIEK RECHTSANWÄLTE – Partnerschaftsgesellschaft – und hat in den letzten Jahren siebzehn Automobilzulieferbetriebe in der Insolvenz begleitet und saniert. In Niedersachsen konnte er als Insolvenzverwalter zuletzt erfolgreich den insolventen Geschäftsbetrieb der Stankiewicz GmbH in Celle mit weltweit rund 2.000 Beschäftigten durch übertragende Sanierung an die IAC International Automotive Components GmbH retten. Zuvor hatte er beispielsweise die Engelmann Gruppe in Hannover mit 700 Mitarbeitern aus der Insolvenz an die Schefenacker Gruppe verkauft.

 

 


 

 

 

 

 


Bild: © M. Rice

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