17.04.2019 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Kappus-Gruppe: verbindliche Angebote von Investoren

Geschäftsbetrieb des insolventen Seifenherstellers Kappus-Gruppe wird fortgeführt

Die Sanierungsbemühungen für den insolventen Seifenhersteller Kappus-Gruppe machen Fortschritte.


Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko liegen mehrere verbindliche Angebote von potenziellen Investoren vor. Der Insolvenzverwalter strebt eine Sanierung über eine Investorenlösung an.

 

Die verbindlichen Angebote beziehen sich überwiegend auf eine Paketlösung. Das heißt die Konzepte der Bieter sehen jeweils vor, Kappus als Unternehmensgruppe zu übernehmen. Daneben gibt es ein verbindliches Angebot für einen Einzelstandort. „Die verbindlichen Angebote unterstreichen deutlich, dass die Bieter es ernst meinen“, sagte Danko. „Wir werden die Angebote jetzt prüfen und bewerten und auf dieser Grundlage in konkrete Kaufvertragsverhandlungen einsteigen.“

 

Danko betonte, dass man die Verhandlungen zügig, aber ohne Eile führen wolle. „Mit der derzeitigen Auslastung sind wir betriebswirtschaftlich in der Lage, die Standorte in Krefeld, Heitersheim und Riesa bis auf Weiteres auch aus eigener Kraft fortzuführen“, so der Insolvenzverwalter. „Unser Ziel ist deshalb nicht die schnellstmögliche, sondern die bestmögliche Lösung, und zwar für Gläubiger, Mitarbeiter und Kunden.“ Über die vorliegenden Angebote hinaus gibt es noch weitere Interessenten. Auch mit ihnen sollen die Gespräche weitergehen.

 

Am vierten Standort der Kappus-Gruppe, der M. Kappus GmbH & Co. KG in Offenbach, hat unterdessen die Ausproduktion begonnen. Weil die Gesellschaft fortlaufend hohe Verluste erwirtschaftete und auch kein belastbares Investoreninteresse bestand, hatten die Gläubiger im März die Einstellung des Geschäftsbetriebs der Gesellschaft beschlossen.

 

Die Kappus-Gruppe hatte Ende September 2018 Insolvenzantrag gestellt, nachdem sie durch stark gestiegene Rohstoffpreise und hohen Preisdruck in finanzielle Bedrängnis geraten war. Mit einem Jahresumsatz von rund 80 Mio. Euro und einer jährlichen Produktion von mehr als 70.000 Tonnen Seife gehört Kappus zu den größten Seifenherstellern in Westeuropa. Das Unternehmen beliefert eine Reihe von Großkunden in Einzelhandel und Kosmetik mit Fest- und Flüssigseifen, die dann unter deren Markennamen in den Handel kommen. Zur Kappus-Gruppe gehören die Dreiring Werk GmbH & Co. KG in Krefeld, die Hirtler Seifen GmbH in Heitersheim, die Kappus Seifen GmbH Riesa & Co. in Riesa und die M.Kappus GmbH & Co. KG in Offenbach.

 




Über Danko Insolvenzverwaltung

Die Kanzlei „Danko Insolvenzverwaltung“ steht für über zwanzigjährige Erfahrung auf den Gebieten Unternehmenssanierung, Insolvenz und im Arbeitsrecht. Mit einem interdisziplinären Team aus Insolvenz-, Arbeits- und Steuerrechtlern, sowie Betriebswirten und Sachbearbeitern ist die Kanzlei in der Lage auch größere Insolvenzverfahren und umfangreiche Mandate erfolgreich zu bearbeiten. Zu den namhaften Referenz-Verfahren von Kanzlei-Gründer Dr. Franz-Ludwig Danko zählen u.a. die Automobilzulieferer Druckguss Heidenau, Spezialguss Wetzlar und ttb Gruppe, der Flugzeugausstatter Anolis Interiors, das Klinik und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg und die Prof. Dr. Keck Akut- und Reha-Klinik. Die Kanzlei verfügt über Standorte in Dresden, Kassel und Frankfurt am Main.

 

 


Bild: M. Frietsch

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