02.10.2018 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Neue Zukunftsperspektiven für den Haacke Haus Standort in Werder

Haacke Haus ist insolvent

Insolvenzverwalter Dr. Christian Willmer und KAMPA Unternehmensgruppe haben sich auf ein neues Standortkonzept und den Erwerb der Markenrechte von Haacke verständigt


Der Investorenprozess beim insolventen Traditionsunternehmen Haacke Haus ist abgeschlossen: Wie der Insolvenzverwalter von Haacke Haus Dr. Christian Willmer aus der Kanzlei WILLMERKÖSTER und Josef Haas, Inhaber der KAMPA Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Aalen heute gemeinsam mitteilten, wurde eine Einigung hinsichtlich eines neuen Standortkonzeptes für den Standort Werder erzielt.

Neben der Übernahme der Immobilie umfasst das neue Standortkonzept den Erwerb der Markenrechte von Haacke Haus und sieht den Aufbau eines neuen Zentrums für Baulogistik und Baumanagement für die KAMPA Gruppe vor. Kernelement der Planungen ist zudem ein Zentrallager zur Bereitstellung und Kommissionierung der vollständigen Materialien für alle KAMPA Baustellen im Bundesgebiet und benachbarten Ausland.  Im Zuge dessen werden rund 50 Arbeitsplätze in Werder neu geschaffen, die vorrangig mit ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Haacke besetzt werden sollen. Über die finanziellen Details der getroffenen Vereinbarungen und den Kaufpreis der Markenrechte haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Haacke wurden bereits bei einer Mitarbeiterversammlung über das neue Standortkonzept und die nächsten Schritte informiert. Aktuell sind noch 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Haacke Haus beschäftigt.


Vor dem Hintergrund des ruhenden Geschäftsbetriebes sind diese derzeit freigestellt. Rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Haacke Haus waren in den zurückliegenden Monaten bereits in neue Arbeitsverhältnisse gewechselt.


Dr. Christian Willmer, Kanzlei WILLMERKÖSTER, als Insolvenzverwalter: „Wir haben mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet, die tragfähige Perspektiven für die Zukunft bietet und Arbeitsplätze am Standort Werder sichert. Das ist trotz der schwierigen Ausgangslage und dem hohen Zeitdruck einer Bauinsolvenz gelungen. Gemeinsam mit der KAMPA Gruppe haben wir ein neues Standortkonzept entwickelt. Für einen Großteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Haacke bieten sich jetzt neue Chancen. Auch für die Weiterentwicklung der Marke Haacke bestehen Perspektiven. Darüber hinaus setzen wir unser Engagement fort, die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beim Übergang in ein neues Beschäftigungsverhältnis zu unterstützen.“

 

Josef Haas, geschäftsführender Gesellschafter der KAMPA Gruppe: „Mit dem neuen Standortkonzept in Werder stärken wir unsere Leistungsfähigkeit im Hinblick auf den Prozess der Bauausführung. Der Bau eines KAMPA Hauses wird künftig auch für unsere Kunden noch effizienter und terminsicherer. Der Standort Werder zeichnet sich durch eine sehr gute Lage aus. Gleichzeitig setzen wir auf die hohe Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Haacke und können auf den Stärken der Marke Haacke aufbauen. Wir sind überzeugt davon, dass die Marke auch künftig einen Platz insbesondere im norddeutschen Markt für Fertighäuser haben kann. Denn energieeffizientes Bauen und eine regionaltypische Architektur sind stark gefragte Anforderungen. Jetzt richtet sich unser Fokus zunächst einmal auf den Aufbau des neuen Logistikzentrums und auf die damit verbundenen operativen Prozesse des Baustellenmanagements.“




Über die KAMPA Unternehmensgruppe:

KAMPA ist eine bekannte Marke für Premium Einfamilienhäuser in nachhaltiger und energieeffizienter Holz-Fertigbauweise. Jedes KAMPA Haus wird als Plusenergie-Gebäude ausgelegt, verbraucht also weniger Energie als es auch selbst erzeugt. Wohnbauten, Bürogebäude, Hotels und Gewerbeobjekte errichtet KAMPA auch in mehrgeschossiger Holzbauweise. Das eigene, in 2014 eröffnete, bis an die Hochhausgrenze ragende Büro- und Ausstellungsgebäude KAMPA K8 in Aalen (Baden-Württemberg) belegt eindrucksvoll die Möglichkeiten des Holzbaus. KAMPA betreibt zwei Produktionsstätten in Bad Saulgau (Baden-Württemberg) und Freiwalde (Brandenburg) sowie dezentrale Kompetenzzentren in Deutschland, Österreich, Italien und Ungarn für die Projektierung und das Engineering der internationalen Bauprojekte. KAMPA ist in allen Musterhaus-Ausstellungen Deutschlands und in Österreich mit modernen Musterhäusern vertreten.

Derzeit werden über 430 Mitarbeiter in der Gruppe beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2017/18 erzielte KAMPA bei einem kumulierten Umsatz von 138 Mio  € ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4,5 Mio €.

 

Über WILLMERKÖSTER:

WILLMERKÖSTER ist als Rechtsanwaltskanzlei konsequent auf die Insolvenzverwaltung ausgerichtet und gehört in diesem Bereich zu den führenden Kanzleien in Norddeutschland. Gemessen an der Anzahl der übertragenen Insolvenzverfahren findet sich die Kanzlei zudem regelmäßig unter den 30 führenden Kanzleien im Bundesgebiet. 

 


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