28.10.2013 - Kategorie "Insolvenzverfahren"

Positive Zwischenbilanz im Nürburgring-Investorenprozess

Kaufangebote für den insolventen Nürburgring werden geprüft

Hinreichende Anzahl unverbindlicher Angebote bis Ende September eingegangen


Die beiden Ringsanierer, Sanierungsgeschäftsführer Prof. Dr. Dr. Thomas B. Schmidt und Sachwalter Jens Lieser, ziehen eine positive Bilanz nach Ablauf der zweiten Phase des Verkaufsprozesses über die Vermögenswerte des Nürburgrings. „Bis Ende September ist eine hinreichende Anzahl seriöser, unverbindlicher Angebote potentieller Investoren für alle Vermögensgegenstände des Nürburgrings eingereicht worden. Daher sind wir mit dem Bietverfahren für den Nürburgring sehr zufrieden“, betont Sanierungsgeschäftsführer Schmidt.

 

Ausgewählte Bieter erhalten in der nächsten Phase des Verkaufsprozesses nun die Möglichkeit einer vertieften Prüfung im Rahmen einer Due Diligence. Das bedeutet, dass ihnen der Zugang zu Daten und Unterlagen des Nürburgrings gewährt wird, um Detailprüfungen durchzuführen. Bis zum Jahresende haben die Bieter dann die Gelegenheit ein verbindliches Angebot abzugeben.

 

„Die Investoren, die zur Detailprüfung eingeladen worden sind, haben gezeigt, dass sie das langfristige strategische Potential des Nürburgrings erkannt haben“, resümiert Sachwalter Lieser. Die Rennstrecken sollen nach den vorliegenden Angeboten in ihrer bisherigen Nutzung erhalten und der Nürburgring durch Folgeinvestitionen, Zusatzgeschäfte oder neue Konzepte langfristig weiterentwickelt werden. Der öffentliche Zugang zu den Rennstrecken ist dabei zentraler Bestandteil aller vorliegenden Konzepte.

 

Die Ringsanierer hoffen, in Abhängigkeit des weiteren Verlaufs, den Verkaufsprozess im ersten Quartal 2014 abzuschließen.

 

Der Investorenprozess entspricht den Vorgaben eines transparenten, offenen und bedingungsfreien Bietverfahrens, wie es der EU-Wettbewerbskommissars Joaquín Almunia in einem Schreiben an die Sanierer im Frühjahr dargelegt hatte. Hinsichtlich der einzelnen Verfahrensschritte stehen die Sanierer laufend im engen Dialog mit der europäischen Wettbewerbsbehörde in Brüssel.

 

Der Verkaufsprozess über die Vermögenswerte des Nürburgrings wurde am 14.05.2013 gestartet und wird durch die international tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG betreut.

 

 

 

 

 

Über Prof. Dr. jur. Dr. phil. Thomas B. Schmidt

Rechtsanwalt Thomas B. Schmidt ist Fachanwalt für Arbeits- und Insolvenzrecht und Partner der Kanzlei König Rechtsanwälte, eine der führenden Wirtschaftskanzleien in Rheinland-Pfalz mit Sitz in Trier. Seit 1997 ist Prof. Schmidt als Insolvenzverwalter tätig und gilt als bekannter Experte für Insolvenzplanverfahren und Sanierungen. Darüber hinaus ist er auf personelle Restrukturierungen spezialisiert. Er ist Honorarprofessor der Hochschule Trier und lehrt dort seit 2002 in den Fächern Wirtschafts- und Insolvenzrecht.

 

 

Über Jens Lieser

Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter Jens Lieser ist Partner der überregional bekannten Kanzlei LIESER Rechtsanwälte. Jens Lieser, zugleich Fachanwalt für Insolvenzrecht, hat sich seit 1994 durch die Sanierung und Fortführung zahlreicher Unternehmen sowie beim Erhalt von Arbeitsplätzen einen Namen gemacht. Die Verwalterkanzlei LIESER gehört seit beinahe 50 Jahren zu den führenden Insolvenzspezialisten in Rheinland-Pfalz und ist neben dem Hauptsitz in Koblenz u. a. an den Standorten Trier und Mainz vertreten. In über 3.000 Insolvenzverfahren unterschiedlicher Größenordnungen und Branchen hat die Kanzlei LIESER ihre Erfahrung und Kompetenz erfolgreich unter Beweis gestellt.

 



Bild: © Rotorhead

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